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Die PC/SC-Schnittstelle
Die Intention
Die PC/SC-Schnittstelle wurde entwickelt, um die Nutzung der Smarcard-Technologie im PC-Bereich zu erleichtern und zu fördern. Die Spezifikation ermöglicht PC-basierten Applikationen, die Funktionalität einer oder mehrerer Smartcards zu nutzen. Sie wurde flexibel gestaltet, so dass sowohl gegenwärtige als auch zukünftige Anwendungen unterstützt werden.
Der Standard wird offiziell als „Interoperability Specification for ICCs and Personal Computer Systems“ bezeichnet. Er basiert auf dem ISO 7816-Standard und ist kompatibel mit der EMV - und der GSM -Spezifikation.
Die Entwicklung des Standards
Die Schnittstelle wurde von der PC/SC-Arbeitsgruppe, einem Zusammenschluss nahmhafter Unternehmen der IT-Branche, entwickelt. Neben der Spezifikation des Standards haben sich die Teilhehmer verpflichtet, ensprechende Hard- und Software zu entwickeln. Auf diese Weise sollen der Fortschritt der Entwicklung und der Nutzen der Schnittstelle demonstriert werden.
Die Arbeitsgruppe will den Besitzanspruch auf die Spezifikation aufgeben, sobald diese bei einem offiziellen Standardisierungsgremium vorgelegt und akzeptiert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Arbeitsgruppe offen für Evaluierungen und Vorschläge seitens der PC- und Smartcard-Gemeinschaften.
Anforderungen an die Schnittstelle
Folgende Ziele wurden bei der Spezifikation der PC/SC-Schnittstelle verfolgt:
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Wahrung der Konsistenz mit vorhandenen Smartcard- und PC-Standards |
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Komponenten verschiedener Plattformen sollen miteinander kommunizieren können (Plattformunabhängigkeit) |
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Applikationen sollen auf Produkte unterschiedlicher Hersteller zugreifen können (Herstellerunabhängigkeit) |
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technologische Fortschritte sollen genutzt werden können, ohne dass neue Anwendungen entwickelt werden müssen (Anwendungsunabhängigkeit) |
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Förderung von Standards für Schnittstellen zu Smartcard-Diensten auf Anwendungsebene, um den Einsatzbereich Smartcard-basierter Applikationen zu erweitern |
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Schaffung einer Umgebung, die zu einer möglichst großen Verbreitung der Smartcard-Technologie im PC-Umfeld beiträgt |
Die PC/SC-Spezifikation
Die Spezifikation umfasst 8 Dokumente:
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Teil 1: Einführung und Überblick |
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Teil 2: Schnittstellenanforderungen für kompatible Smartcards und Lesegeräte |
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Teil 3: Anforderungen für Lesegeräte zum Anschluss an PCs |
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Teil 4: Betrachtungen zum Entwurf von Lesegeräten und Referenzentwurfsinformationen |
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Teil 5: Definition des Smartcard-Resource-Managers |
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Teil 6: Definition der Schnittstelle für Smartcard-Dienste |
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Teil 7: Betrachtungen zum Anwendungsbereich |
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Teil 8: Empfehlungen für die Implementation von Smartcard-Geräten im Sicherheitsbereich |
Smartcards
Eine Smartcard im Sinne dieser Spezifikation ist eine sichere Computerplattform, die eine Reihe von Diensten anbietet. Der Anwendungsbereich erstreckt sich von der Datenspeicherung über komplexe kryptografische Dienste bis hin zu kompletten Anwendungen, die auf Smartcards realisiert werden.
Die Spezifikation der Smartcard, auch als ICC (Integrated Circuit Card) bezeichnet, entspricht dem ISO/IEC 7816-Standard. Die Kommunikation mit dem Lesegerät erfolgt über elektronische Kontakte.
Lesegeräte
Ein Smartcard-Lesegerät, auch als IFD (Interface Device) bezeichnet, ist die physikalische Schnittstelle zwischen PC und Smartcard. Es stellt eine Datenverbindung zur Smartcard her und versorgt den Mikrocontroller auf der Karte mit Strom. Außerdem gibt er die Taktfrequenz für den Prozessor vor.
Lesegeräte können über verschiedene Schnittstellen mit dem PC verbunden werden. Dazu zählen die Tastaturschnittstelle, die serielle Schnittstelle, der PCMCIA-Slot und der USB-Port. Hilfestellung beim Anschluss eines Smartcard-Lesegerätes an Ihren PC finden Sie hier.
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