02.09.2005
Bundesminister Schily startet Online Antragstellung
Die deutschen Rentenversicherungsträger sind am 29. August 2005 ihren Versicherten wieder ein Stück näher gekommen. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit Bundesinnenminister Otto Schily ist ein neues Kapitel der sicheren elektronischen Kommunikation aufgeschlagen worden. Kunden können nun bequem vom heimischen Computer aus Anträge auf Rente, auf eine Rehabilitationsmaßnahme, zur Bargeldlosen Beitragsentrichtung oder auf Kontenklärung stellen. Benötigt wird allerdings eine akzeptierte Signaturchipkarte und ein Internetzugang.
"Hier ist etwas zukunftsweisend Neues entstanden", so Herbert Schillinger, Direktor der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), "wir bieten unseren Kunden einen schnelleren und unkomplizierteren Draht zu ihrem Rentenversicherungsträger." Hans-Egon Raetzell, Geschäftsführer der LVA Schleswig-Holstein, ergänzt: "Das entscheidend Neue ist, dass während der Antragstellung direkt auf die beim Rentenversicherungsträger
vorhandenen Daten zugegriffen wird." So können die Angaben des Kunden gleich überprüft werden. Zeitaufwändige Nachfragen sollen dadurch entfallen. Den
Antragstellern steht eine Online-Hilfe zur Verfügung, die sie bei unklaren Fragestellungen unterstützt und auf Eingabefehler hinweisen soll. Auf Wunsch können die Kunden auch ihren Bescheid per E-Mail erhalten. Dieser wird selbstverständlich auf genauso sicherem Wege verschickt wie ihre Antragsdaten.
Das Verfahren wurde bei der diesjährigen CeBIT mit dem eGovernment-Preis ausgezeichnet. Die Rentenversicherungsträger arbeiten bereits an möglichen Erweiterungen. Beispielsweise sollen auch andere Behörden und Arbeitgeber am Verfahren beteiligt werden.